Rezensionen
Deutsch? Stimmt nicht!  Fairerweise sollten potentielle Käufer wissen, dass Elements 4.0 (zumindest in der von Amazon ausgelieferten Version) nicht deutschsprachig ist. Als Umsteiger von der deutschen Version 3.0 muss ich einige Begriffe neu lernen, was das gewohnt leichte Arbeiten zumindest anfangs unkomfortabel macht. Daher Punktabzug für Fehldeklaration.
Bildbearbeitung im Schneckentempo  Photoshop Elements 4 ist auf meinem Rechner mit Athlon XP 3000+ mit 1GB Arbeitsspeicher entsetzlich lahm. Das bezieht sich aber noch nicht einmal auf die eigentlichen Bildbearbeitungsfunktionen, sondern auf solch selbstverständliche Dinge wie Fenster verschieben, Menüs aufrufen, Dialogboxen öffnen und vor allem, weil man es bei diesem Programm ständig machen muss: in andere Programmodule wechseln. Dabei sind seine Optik und seine Reaktionen völlig anders, als man es von einem Windows-Programm gewöhnt ist. Es fängt bei einer silberfarbenen Titelleiste (anstatt blau bei mir) und untypisch gefärbten silbern schattierten Fensterelementen an und geht bei der schlecht lesbaren und unscharfen Schrift in den Menüleisten und Dialogboxen weiter. Wenn man das Fenster etwas verkleinert und über den Bildschirm schiebt, merkt man, dass man es hier mit irgendetwas anderem zu tun hat, aber nicht mit einem regulären Windowsprogramm, weil sich im Fenster der Bildschirm so flackernd aufbaut. Arbeitet das Programm in einer Emulation? Jedenfalls kann man so nicht wirklich effizient arbeiten. Problemlos sind erwarungsgemäß die meisten korrigierenden Bildbearbeitungsroutinen, wie man es von einem Photoshop-Produkt erwarten kann, was sogar für die vollautomatischen gilt. Soche guten Ergebnisse wie bei der Automatischen Schnellkorrektur (Farbe, Kontrast, Schärfe) gibt es m.E. sogar bei keinem Konkurrenzprodukt, wo man meist nur interaktiv mit mehreren Mausklicks zu einem guten Ergebnis kommt. Nicht wirklich zufrieden bin ich jedoch mit der Rote-Augen-Korrektur. Es ist zwar immer wieder überraschend, wenn das Programm wie versprochen selbstständig und automatisch die roten Augen im Bild findet und korrigiert, aber das funktioniert leider nicht immer und wenn ein solcher Fall eintritt, dann funktioniert die Korrektur noch nicht einmal manuell. Unübertroffen ist bei roten Augen für meinen Geschmack immer noch Ulead PhotoImpact. Noch ein Wort zum integrierten Photoalbum (nun Browser genannt): Leider greift das Programm nicht direkt wie der Explorer auf den vorhandenen Datenbestand zu, sondern arbeitet mit einer integrierten Datenbank. Änderungen an den originalen Datei- oder Ordnernamen und Änderungen an den Speicherpfaden werden nicht direkt übernommen. Teilweise lassen sich Änderungen noch nicht einmal von Hand vornehmen und das Programm zeigt Ordner bzw. Dateien an, die so überhaupt nicht mehr existieren. Klar, dass sich Adobes Tag-Prinzip anders wohl nicht realisieren lässt, aber mir gefällt es überhaupt nicht. Mehrfach musste ich die komplette Datenbank neu einlesen lassen, weil irgendwas nicht mehr stimmte. Und dabei ist dieses Programmodul wieder mal unglaublich träge. Fazit: Hübsch gestaltete aber ätzend langsame und seltsam reagierende Programmoberfläche, gute Bildbearbeitungsroutinen, unbrauchbarer Bildbrowser.
Sehr zu empfehlen  Ich bin begeisterter Hobbyfotograf und habe daher unendlich viele Bilder zu bearbeiten. Bis auf Photoshop habe ich eigentlich alle aktuellen Bildbearbeitungsprogramme auf dem PC. Mit Photoshop Elements 4 lassen sich die Bilder auf sehr einfache Weise verbessern, auch die Automatikfunktionen arbeiten meistens sehr gut und wirken nicht zu stark... Die Korrektur der roten Augen ist supereinfach, für fortgeschrittene Anwender bietet das Programm alle Funktionen. Was will man mehr??? Das beigefügte Bildarchivierungsprogramm ist absolut genial, übersichtlich, einfach zu bedienen und nur zu empfehlen. |