Rezensionen
Mitreißend und informativ - einfach nur lesenswert  Simon Singh ist es auch mit seinem zweiten Buch gelungen, ein herausragendes Werk über ein kompliziertes Thema zu schreiben. Mit wohl überlegten, auch für einen Laien verständlichen Beschreibungen der einzelnen Verschlüsselungsmethoden und der Bemühungen eben jene wieder zu entschlüsseln, entführt er den Leser auf seine eigene Weise in die Welt der Kryptographie. Dank der interessanten Darbietung möchte man dieses Buch am liebsten nicht weglegen, ehe man es beendet hat und kann dann dennoch eine gewisse Enttäuschung, wenn es soweit ist, nicht verbergen - die Enttäuschung darüber, nicht noch mehr lesen zu können. Es bietet nicht nur für Kryptographen eine spannende Lektüre - im Gegenteil, gerade wer sich noch nicht eingehender mit dieser Materie befaßt hat, wird sich freuen, sein Interesse daran jetzt geweckt zu finden. Es gleicht schon fast einem Kunststück, ein doch eher den Spezialisten vorbehaltenes Gebiet einer breiten Masse so anschaulich zu vermitteln, daß es sehr wahrscheinlich ist, daß nach dem Genuß dieses Werkes der ein oder andere Leser die Lust nicht unterdrücken können wird, seine eigenen E-Mails oder andere Botschaften zu verschlüsseln.
Zu gut, um mit nur 5 Sternen zu bewerten!  Schon wie in "Fermats letzter Satz" schafft es Simon Singh in diesem Buch geballtes Wissen an wirklich jeden zu vermitteln. Auch hier werden die Geschichten von den verschiedensten Menschen erzählt, die zeigen wie bedeutend die Kunst, Nachrichten zu verschlüsseln, in wirklichkeit ist. Von den anfängen im alten Rom & Co. bis hin zum modernen Internet wird die noch nicht beendete Geschichte der Kryptographie fesselnd erzählt. Ein großer Teil des Buches wird der deutschen ENIGMA gewidmet. Sowohl die detalierte Funktionsweise, wie auch die entscheidenden kleinen Schwächen werden beschrieben. Hier wird sehr deutlich, wie viele Menschenleben von der Kunst des Ver- und Entschlüsseln während des Krieges abhingen. Und sicher wird jeder Leser erstaunt sein, wie Kriegsentscheident Blätter voller Buchstaben gewesen sind. Wie auch bei "Fermats letzer Satz" finde ich dieses Buch mehr als sehr empfehlendswert. Es loht sich wirklich dieses Buch zu lesen. Und wie auf der Rückseite des Einbands beschrieben bekommt man sofort Lust selbst verschlüsselte Nachrichten zu schreiben... das Wissen dazu hat man danach auf jeden Fall. RN, GDV ZDU ZDKUVFKHLQOLFK CX HLQIDFK...RGHU?
Spannende Wissenschaftsgeschichte  ... vermittelt dieses erstklassige Buch, das sich stellenweise wie ein Krimi liest. Simon Singh erzählt fesselnd die Geschichte der Kryptographie von den Anfängen im alten Rom bis zur Neuzeit und schafft es spielend, dem Leser die Methoden der Ver- und Entschlüsselung von Texten zu erklären, so daß man sie ohne Vorkenntnisse gut verstehen und nachvollziehen kann. Extra Kapitel sind der Entzifferung der Hieroglyphen und anderer antiker Schriften gewidmet, und es werden die Entdecker und Entwickler neuer Ver- und Entschlüsselungsverfahren gewürdigt. Singh wagt auch einen Ausblick in die Zukunft der Kryptographie, in der es vielleicht einmal fälschungssicheres Quantengeld und mächtige Quantencomputer zum Codieren von Nachrichten geben wird. Zahlreiche Abbildungen bereichern das Buch und veranschaulichen das eigentlich komplizierte und mathematiklastige Thema, aber Singh schreibt so meisterhaft und unterhaltsam, daß man geradezu in Bann geschlagen wird und das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag, bis man es ganz durchgelesen hat. Die letzten Kapitel sind jedoch schon ein wenig anspruchsvoller, die sollte man nicht unausgeschlafen angehen. Aber gerade diese Kapitel sind etwas für Programmier- und Mathefreaks. Die Liebhaber der Sprache und Knobelfans werden im Mittelteil und Anhang glücklich, wo es chiffrierte Nachrichten zu entschlüsseln gibt und bisher unentzifferte Texte vorgestellt werden. Man kann hier richtig auf Schatzsuche gehen oder auch einen Preis im Dechiffrierwettbewerb gewinnen. Wie ein roter Faden durchzieht eine moralische Fragestellung das Buch. Es geht um das Spannungsfeld, das entstehen kann zwischen Staatssicherheit in Form von Schutz vor Spionage, Terrorismus und Kriminalität, im Gegensatz zum Recht des Einzelnen auf Briefgeheimnis. Auch hier läßt Singh keinen Aspekt beiseite und wirft Fragen auf, die Stoff geben können für interessante politische und moralische Diskussionen. Das Buch ist übrigens auch gut gemacht. Der Umschlag wurde originell gestaltet, ist ausgesprochen ästhetisch und wird dem Thema gerecht. Auch die Übersetzung ist gewissenhaft, um Genauigkeit bemüht und sogar das Literaturverzeichnis wurde vom Übersetzer um einige deutschsprachige Titel ergänzt, die in der englischen Originalausgabe nicht vorkommen. Es werden auch Hinweise auf Museen und Ausstellungen zur Kryptographie in Deutschland gegeben. "Geheime Botschaften" ist ein feines "Männergeschenk", insbesondere für Computerfreaks, und Liebhaber von sprachlichen Knobelaufgaben. Zudem verdient es einen Platz in der Hausbibliothek als fundiertes Kompendium zum Thema Kryptographie. |